Glasschäden an Fahrzeugen

Mit der Reparaturglocke wird das Spezialharz HPX3 vom Carglass Monteur bis in die feinsten Risse injiziert.

Mit der Reparaturglocke wird das Spezialharz HPX3 vom Carglass Monteur bis in die feinsten Risse injiziert.

(Quelle: Carglass)

Wenn die Autoscheibe kaputt ist…

 

Köln, April 2015 – „Eine Autoscheibe ist eine Autoscheibe ist eine Autoscheibe….“ – könnte man zumindest meinen, ist aber nicht so. Zurzeit gibt es rund 50.000 verschiedene Scheibentypen auf dem Markt, Tendenz aufgrund von immer wieder neuen Designentwürfen der Autoindustrie und modernen Fahrerassistenzsystemen steigend. Die meisten Autofahrer interessieren sich relativ wenig für das Glas an ihrem Fahrzeug – es sei denn, es ist beschädigt. Nur: Was ist eigentlich zu tun, wenn man einen Glasschaden am eigenen Wagen entdeckt? Ist eine Reparatur die richtige Antwort auf den Schaden, oder steht ein Neueinbau an? Welche Rolle spielt eine intakte Scheibe für die Sicherheit des Fahrzeugs? Wie wird beim Scheibenneueinbau gewährleistet, dass Kameras und Sensoren von Fahrerassistenzsystemen (FAS) wieder einwandfrei funktionieren? Antworten auf diese und andere Fragen hat das Carglass-Redaktionsteam zusammengestellt:

 

Autoscheibe kaputt, was nun?
In Deutschland sind rund 44,4 Millionen PKW (Kraftfahrtbundesamt, 1. Januar 2015) zugelassen, davon haben jährlich mehrere Millionen Autos einen Glasschaden. In den meisten Fällen handelt es sich um einen Steinschlag durch aufgeschleudertes Rollsplit, bei manchen Fahrzeugen entsteht der Glasschaden durch einen „spontanen Glasbruch“. Letzterer ist in der Regel die Folgeerscheinung eines Aufpralls oder eines Temperaturschocks, bei denen bereits im Vorfeld ein für das Auge schwer erkennbarer winziger Schaden entstanden ist. Darüber hinaus werden Glasschäden durch Einbruch und Vandalismus verursacht oder entstehen in Folge einer Beschädigung der Karosserie durch einen Unfall. Glasschäden, die originär durch einen Unfall zu Stande kommen, sind hier nicht mitgezählt.
In den meisten Fällen handelt es sich um kleine Löcher in der Glasscheibe, die auf den ersten Blick relativ harmlos erscheinen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, einen Glasschaden immer reparieren zu lassen. Denn aus dem anfangs vermeintlich kleinen ästhetischen Problem kann unter Umständen ein Sicherheitsrisiko werden – dann, wenn sich um das Loch Risse bilden. Selbst wenn die Fahrzeugscheibe nur einen unscheinbaren Kratzer aufweist, kann sie – auch innerhalb kurzer Zeit – aufgrund einer Kombination von Temperaturunterschieden, Erschütterungen und Materialermüdung komplett reißen und damit die Gesamtstabilität der Karosserie schwächen. Besonders im Falle eines Unfalls kann das fatale Auswirkungen haben.

 

Reparieren oder austauschen?
Carglass prüft immer zuerst, ob eine Reparatur der Scheibe möglich ist. Ob eine Windschutzscheibe repariert werden kann oder neu eingebaut werden muss, hängt von Faktoren wie zum Beispiel Art, Größe und Lage der Beschädigung ab. Es empfiehlt sich deshalb immer, einen Fachmann zur Begutachtung hinzuzuziehen. Eine Reparatur ist nach Carglass-Richtlinien möglich, wenn der Schaden nicht größer als eine 2-Euro-Münze und auf allen Seiten mehr als 10 cm von der Glaskante entfernt ist. Ist der Abstand geringer, ist die Gefahr, dass die Scheibe reißt, um ein vielfaches höher. Zudem darf der Schaden die Fahrersicht nicht behindern. Befindet sich der Schaden im Sichtfeld des Fahrers – das heißt in dem circa 30 cm breiten Bereich über dem Mittelpunkt des Lenkrads – ist eine Reparatur laut Gesetzgeber nicht zulässig: Die Scheibe muss neu eingebaut werden. Auch wenn vom Steinschlagschaden aus bereits ein Riss durch die Scheibe geht, muss eine neue Windschutzscheibe her, da ansonsten die Sicherheit gefährdet ist.

 

Wie funktioniert die Reparatur?
Die Techniksparte des Carglass-Mutterkonzerns Belron hat für die Reparatur von Glasschäden das so genannte Glass-Medic–Verfahren speziell entwickelt und patentieren lassen. Es umfasst die folgenden vier Schritte:

 

1. Der Monteur entfernt als erstes Glassplitter und reinigt und fixiert die Einschlagstelle.
2. In einem zweiten Schritt setzt er eine „Reparaturglocke“ (s. Abbildung Seite 1, Mitte) auf den Steinschlag. Darin befindet sich eine Kapsel, die eine exakt dosierte Menge Harz enthält. Es wird ein Vakuum erzeugt und das Harz fließt mit Unterdruck über die Reparaturglocke bis in die feinsten Risse des Steinschlags.
3. Anschließend wird das Harz mit UV-Strahlung vollständig ausgehärtet.
4. Zum Schluss entfernt der Monteur überflüssiges Harz und reinigt die Scheibe.

 

Die Reparatur ist in der Regel in 30 Minuten abgeschlossen und das Auto wieder fahrbereit, der Schaden ist repariert und in den meisten Fällen praktisch unsichtbar. Ausschließlich Belron-Unternehmen wie Carglass setzen für die Reparatur das von Belron Technical, dem unternehmenseigenen Forschungsinstitut, entwickelte und ebenfalls patentierte Spezialharz HPX3 ein. Ein Vergleich von HPX3 mit allen gängigen in Deutschland verwendeten Harzsorten durch das unabhängige „Detroit Testing Laboratory, Inc.“ hat ergeben: Kein anderes hierzulande eingesetztes Harz ist derart stark und langlebig wie HPX3.

 

Wie wird neu eingebaut?
Auch der Neueinbau einer Windschutzscheibe lässt sich grob in fünfArbeitsschritte unterteilen:

 

1. Vor dem Neueinbau einer Windschutzscheibe muss das Fahrzeug zunächst entsprechend präpariert werden. Dafür werden im Innenraum Sitz- und Fußraumschoner sowie außen Schutzmatten und Klebebandabdeckungen befestigt, um den Lack zu schützen. Anschließend werden die Scheibenwischer und die vordere Abdeckung unterhalb der Windschutzscheibe manuell entfernt.
2. In einem zweiten Schritt schneidet der Fahrzeugglas-Monteur die Dichtungen und die Dichtungsmasse fachmännisch heraus und entfernt die beschädigte Windschutzscheibe. Mit Hilfe des patentierten mechanischen Schneidewerkzeugs Ezi-Wire können die Carglass-Monteure alle Arten von Windschutzscheiben einfach, sauber und sicher ausbauen.
3. Nach dem Entfernen der beschädigten Scheibe behandelt der Monteur den Rahmen mit einer speziellen Grundierung vor. Wenn die Grundierung ausgetrocknet ist, trägt der Fachmann einen Spezialkleber auf die neue Windschutzscheibe auf, der für einen zuverlässigen Halt sorgt.
4. Daraufhin setzt der Monteur die neue Scheibe vorsichtig in den Rahmen ein und bringt die vorher entfernten Originalleisten mit dem patentierten Scheibenlifter 1-Tek wieder an. Der Kleber muss anschließend circa 60 Minuten aushärten. In dieser Zeit sollte das Fahrzeug nicht bewegt werden.
5. Nach dem Neueinbau der Scheibe folgt, wenn vom Fahrzeughersteller vorgesehen, in einem letzten Schritt die Kalibrierung der Fahrerassistenzsysteme. Das heißt, Kamera und Sensoren werden wieder in die korrekte Grundeinstellung zurückgesetzt und können so den Fahrer wieder unterstützen. Mit einem deutschlandweit flächendeckenden Netz an Geräten und geschultem Fachpersonal kalibriert Carglass Fahrerassistenzsysteme nach dem Scheibenneueinbau gemäß der Herstellvorgabe. Dies geschieht entweder mit Hilfe des Camera & Sensor Calibration Tools (CSC-Tool),bestehend aus Diagnosegerät, Kalibrierungswand, Messköpfen mit „Radaufnehmern“, in der Werkstatt oder durch eine sogenannte Einmessfahrt auf der Straße.

 

Carglass ist durch sein ausgeklügeltes Beschaffungs- und Logistiksystem fast immer in der Lage, dafür zu sorgen, dass die jeweils erforderliche Scheibe vom Zeitpunkt der Auftragsannahme innerhalb von 24 Stunden vor Ort ist. Der Scheibenneueinbau erfolgt in der Regel noch am selben Tag.

 

Wie steht es um die Qualität der neu eingebauten Scheiben?
Carglass kooperiert mit den gleichen Glaslieferanten wie die PKW-Hersteller. Konkret heißt das: Die Scheibe – und damit auch die Qualität – ist identisch mit der von Automobilherstellern. Aus diesem Grund spricht das Unternehmen auch von „Originalqualität“. Carglass selbst überprüft regelmäßig zusätzlich die Sicherheits- und Qualitätsnormen seiner Glaslieferanten – ungeachtet der Tatsache, dass sie die offiziellen Zulieferer der Autohersteller sind.

 

Top-geschulte Mitarbeiter und 30 Jahre Garantie
Auch die Ausbildung der Monteure, die eine Fülle von verschiedenen Autotypen und -scheiben bearbeiten müssen, entspricht extrem hohen Qualitätsstandards. Das Qualitätsmanagement von Carglass selbst wird regelmäßig überprüft und ist mit dem Qualitätszertifikat ISO 9001:2000 (Qualitätssicherung) zertifiziert.
Nicht zuletzt wird die Qualität der Arbeit bei Carglass durch den unternehmensinternen Wettbewerb „Best of Belron“, der regelmäßig auf nationaler und internationaler Ebene stattfindet, auf Herz und Nieren geprüft. Bei diesem Event wird der „Weltbeste Fahrzeugglas-Monteur“ innerhalb der Belron-Gruppe gekürt. Dem voraus geht ein anspruchsvoller Wettkampf der Monteure um die höchsten Standards bei der Reparatur und dem Neueinbau von Fahrzeugglas.
Das hohe Qualitätsniveau in allen Bereichen kommt vor allem den Kunden zu Gute: So ist Carglass in der Lage, 30 Jahre Garantie auf die Haltbarkeit von reparierten und die Dichtigkeit von neu eingebauten Scheiben zu geben.

 

Stationär oder mobil? Immer und überall erreichbar
Carglass ist an sieben Tagen die Woche, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr erreichbar, per Internet, Fax, E-Mail und über die kostenlose Hotline 0800/22 22 222. Zudem können sich Kunden und Interessierte auch auf der Social-Media-Plattform Facebook unter und den Microblogging-Dienst Twitter an den Fahrzeugglasspezialisten wenden sowie über ihr iPhone oder Android-Smartphone eine spezielle App oder die mobile Website unter m.carglass.de nutzen. Nicht nur damit kommt Carglass Autofahrern so weit wie möglich entgegen. Das Unternehmen betreibt neben den mehr als 330 Service Centern im Bundesgebiet auch eine mobile Flotte mit rund 380 Einsatzfahrzeugen. Das heißt, der Fahrzeugglas-Monteur kommt dorthin, wo das Auto steht – zum Beispiel nach Hause oder zur Arbeit – und repariert nicht nur, sondern tauscht Fahrzeugscheiben mit gleicher Qualität und Sorgfalt wie in der Werkstatt – ohne Aufpreis.

 

Was bedeutet eine intakte Scheibe für die Sicherheit des Fahrzeugs?
Die Windschutzscheibe ist heutzutage für bis zu 30 Prozent der Stabilität der Karosserie eines Fahrzeuges verantwortlich. In der Automobilindustrie gibt es einen zunehmenden Trend, beim Entwurf und beim Bau von Fahrzeugen immer mehr Glas einzusetzen. Panoramafenster und ganze Autodächer aus Glas schaffen ein Gefühl von Freiheit, einen guten Überblick und sehen schick aus. Gleichzeitig bringt es diese Entwicklung mit sich, dass der Faktor Glas eine immer wichtigere Komponente für die Statik des Autos darstellt. Neben der Stabilität bieten moderne Scheiben mit Fahrerassistenzsystemen innovative Technik, die die Umgebung wahrnimmt, diese interpretiert, kritische Situationen erkennt und schlussendlich den Fahrer beim Fahren unterstützt und ihm Sicherheit bietet. Kommt es dennoch zu einem Unfall, kommt der Windschutzscheibe eine wesentliche Aufgabe zu. Nur wenn diese intakt ist, kann sich der Airbag richtig entfalten. Er übt beim Aufgehen Druck auf die Windschutzscheibe aus. Eine qualifizierte Montage und einwandfreie Verklebung können deshalb lebenswichtig sein.

 

Wie teuer sind Reparatur und Austausch?
Die konkreten Kosten für die Behebung eines Glasschadens hängen im Wesentlichen von vier Faktoren ab:

 

1. Art des Schadens (Steinschlag oder Riss)
2. Lage des Schadens (Front-, Seiten-, Heckscheibe)
3. Ausstattung der Scheibe (Fahrerassistenzsysteme)
4. Art der Versicherung (Abdeckung von Glasschäden)

 

Aufgrund seiner herausragenden Position im Fahrzeugglas-Segment kooperiert Carglass mit nahezu allen Versicherungen. In der Praxis bedeutet das für die meisten Autofahrer, dass die Reparatur von Steinschlagschäden ohne großen bürokratischen Aufwand erledigt werden kann und für Versicherungsnehmer mit Teilkasko kostenlos ist. Dabei hat die Reparatur keine Auswirkungen auf die Versicherungsprämie oder den Schadenfreiheitsrabatt. Wenn die Autoversicherung Glasschäden abdeckt, übernimmt die Versicherung meist auch die Kosten für einen notwendigen Neueinbau. Eventuell muss der Autofahrer in diesem Fall eine vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen, jedoch ohne dass die Versicherungsprämie höher gestuft wird. Deckt die Versicherung grundsätzlich keine Glasschäden ab, kostet die Reparatur in der Regel um die 99 Euro, beim Neueinbau einer Scheibe hängen die Kosten vom jeweiligen PKW-Modell ab.

 

 

Über Carglass
Carglass in Deutschland ist Spezialist für die Reparatur und den Neueinbau von Fahrzeugglas. In Deutschland beschäftigt Carglass rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind circa 1.500 speziell geschulte Carglass-Monteure. Mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten in der Hauptverwaltung in Köln, über 200 Mitarbeiter sind im Customer Contact Center (Call Center) beschäftigt. Das Unternehmen bearbeitet rund 1,2 Mio. Kundenkontakte pro Jahr und hilft Autofahrern in ganz Deutschland, entweder in einem der 330 Service Center oder unterwegs mit mehr als 380 mobilen Einheiten.

 

Carglass gehört seit 1990 zur internationalen Belron-Familie und firmiert seit 1993 als Carglass GmbH. Belron ist weltweit das größte auf die Behebung von Fahrzeugglasschäden spezialisierte Unternehmen. Die Gruppe beschäftigt weltweit über 24.000 Mitarbeiter, von denen mehr als die Hälfte hochqualifizierte Monteure sind, und ist in 34 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv. Im Jahr 2013 erzielte das Unternehmen weltweit einen Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro, rund 10,4 Millionen Kunden nutzen die Dienstleistungen der Gruppe.

 

 

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